Padel-Training

Mobilitätsübungen für Padel

Nutze vor Padel dynamische Mobilität und nach dem Spiel sanfte statische Dehnungen. Plane vor dem Spiel 8 bis 10 Minuten ein: Schulter-CARs, Wall Slides, Band Pull-aparts, langsame Kniebeugen, seitliche Ausfallschritte und gehende Knee Hugs. Während des Spiels reduzierst du die Intensität oder stoppst, wenn Gelenkschmerz auftritt. Danach gehst du zwei Minuten, dehnst die belasteten Bereiche und baust außerhalb des Courts Grundkraft auf.

Padel ist einsteigerfreundlich, aber körperlich nicht passiv. Wiederholte Overheads, kurze Seitwärtsschritte, Split-Steps, kleine Ausfallschritte und Stopps nahe an der Glaswand summieren sich. Bei Freizeitspielern zeigt sich das oft zuerst als feste Schulter nach Bandejas oder steife Knie am nächsten Morgen.

Diese Seite gibt dir ein einfaches System für Warm-up, Cool-down und Ausrüstungscheck. Sie ist keine Diagnose und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Schmerz stechend ist, anschwillt, stärker wird oder deine Bewegung verändert, beende das Spiel und hole qualifizierten Rat ein.

Warum Padel Schulter und Knie belastet

Eine Befragung von Freizeitspielern in Belgien aus dem Jahr 2025 berichtete, dass 36,5 % in den vorherigen 12 Monaten eine Verletzung hatten; die unteren Extremitäten waren die häufigste Kategorie. Knie und Schulter gehören nach dem Ellenbogen zu den häufig genannten Regionen. Quelle: ScienceDirect.

Eine systematische Übersicht von 2023 fand 3 Verletzungen pro 1.000 Stunden Padeltraining und 8 Verletzungen pro 1.000 Matches, bei begrenzter Literatur. Der Ellenbogen war der häufigste Ort, gefolgt von Knie, Schulter und unterem Rücken. Quelle: BMJ Open Sport & Exercise Medicine.

Auf dem Court ist die Erklärung einfach: Die gleichen Anforderungen kommen immer wieder. Overheads belasten die Schulter durch Rotation und Abbremsen. Seitliche Verteidigung und späte Ausfallschritte belasten das Knie, wenn der Körper nicht geradeaus, sondern seitlich arbeitet. Mobilität beseitigt diese Last nicht, aber sie verbessert Kontrolle und Bereitschaft.

Die 8-10-Minuten-Routine vor dem Match

Mach sie vor ernsthaften Ballwechseln. Das Ziel ist kontrollierte Beweglichkeit, nicht Müdigkeit.

ZeitÜbungWiederholungenCue
1 minLockeres Gehen oder kleine Bounce StepsdurchgehendTemperatur erhöhen
2 minSchulter-CARs3 je Richtung pro ArmLangsam, Rumpf ruhig
1 minWall Slides8-10Nur so hoch wie kontrollierbar
1 minBand Pull-aparts12-15Schulterblätter bewegen, nicht hochziehen
2 minLangsame Kniebeugen8-10Knie über den Zehen
2 minSeitliche Ausfallschritte6 je SeiteAus der Hüfte schieben
1 minGehende Knee Hugs6 je BeinAufrechte Haltung

Bei nur drei Minuten: Schulter-CARs, langsame Kniebeugen und seitliche Ausfallschritte.

Schulter: für Overheads vorbereiten

Beginne mit kontrollierten Gelenkrotationen, den CARs. Stehe aufrecht und zeichne mit einem Arm den größten langsamen Kreis, den du kontrollieren kannst. Der Oberkörper bleibt still. Wenn der Bereich hinter dem Körper kleiner wird, erzwinge nichts.

Danach kommen Wall Slides. Rücken an Wand oder Zaun, Ellbogen wie ein Torpfosten. Schiebe die Arme hoch und runter, ohne die Rippen nach vorne zu schieben. So spürst du die Bewegung des Schulterblatts vor Bandejas, Viboras und Smashes.

Band Pull-aparts schließen den Block ab. Nimm ein leichtes Band auf Brusthöhe, ziehe es auseinander, pausiere kurz und komme langsam zurück. Ohne Band kannst du dieselbe Spannung simulieren. Es bleibt ein Aktivierungsblock, kein Krafttest.

Knie und Hüfte: für Seitwärtsschritte vorbereiten

Der Unterkörperblock sollte nach Padel aussehen. Langsame Kniebeugen bereiten Beugung und Last vor. Seitliche Ausfallschritte bereiten die Verteidigung in der Ecke und Bewegungen um das Glas vor. Gehende Knee Hugs bringen die Hüfte ins Spiel, damit das Knie nicht alles kompensieren muss.

Gute Wiederholungen sind ruhig. Wenn das Knie nach innen fällt, reduziere die Tiefe und arbeite langsamer. Wenn der Boden rutschig ist, werden die Schritte kleiner.

Während des Spiels: Schmerz als Information nutzen

Muskelarbeit ist normal. Ein klares Gelenksignal ist etwas anderes. Schulterkneifen bei Overheads, Knieschmerz, der die Beinarbeit verändert, Schwellung, stechender Schmerz oder schmerzhaftes Klicken sind Stoppsignale.

Bei gereizter Schulter reduzierst du volle Smashes und wählst kontrollierte Optionen: Bandeja, Vibora mit weniger Tempo, Lob-Reset oder platzierte Volleys. Bei schwerem Kniegefühl verkürzt du den letzten Schritt zu weiten Bällen und akzeptierst, dass manche Bälle weg sind.

Zwischen Games hilft ein kurzer Reset: 3 langsame Schulterkreise je Richtung, 5 langsame Kniebeugen, dann lockeres Gehen. Wenn Symptome bleiben, beende die Einheit.

Nach dem Spiel: einfach herunterfahren

Gehe zwei Minuten, bevor du dich hinsetzt. Danach nutzt du sanfte statische Dehnungen für die belasteten Bereiche. Halte 20 bis 30 Sekunden, atme ruhig und vermeide Schmerz.

Für die Schulter: Cross-body-Stretch und Brustdehnung am Zaun. Für die Beine: Quadrizeps, Wade und Hüftbeuger. Statisches Dehnen ist keine magische Erholung, kann aber als sanfte Beweglichkeitsgewohnheit nach dem Spiel sinnvoll sein. Quelle: Journal of Sport and Health Science.

Kraftarbeit an spielfreien Tagen

Mobilität bereitet die Session vor. Kraft verändert die Ausgangslage. Zweimal pro Woche, weg von Matchintensität, reichen einfache Übungen.

Für Knie: Wall Sits und Split Squats. Starte mit 3 Haltezeiten von 20 bis 40 Sekunden und 2-3 Sätzen mit 6-8 Split Squats pro Bein. Für Schultern: leichte Außenrotationen mit Band und Prone Y-Raises, 2-3 Sätze mit 10-15 Wiederholungen.

Wenn du neu im Krafttraining bist, packe nicht alles auf den Tag eines harten Matches. Klein starten, konstant bleiben.

Ausrüstung: Schläger und Schuhe

Ein schwerer oder kopflastiger Schläger kann sich zehn Minuten gut anfühlen und später Overheads langsam und schulterlastig machen. Wenn die Schulter spät in Sessions regelmäßig fest wird, vergleiche Gewicht, Balance und Steifigkeit mit einer verzeihenderen Option.

Schuhe sind für die Knie besonders wichtig. Laufschuhe sind für Vorwärtsbewegung gebaut, nicht für wiederholte laterale Stopps. Padel-, Tennis- oder Multi-Court-Schuhe mit stabiler Seitenführung passen meist besser.

Häufige Fehler

Mach aus dem Warm-up kein Workout. Du sollst bereit sein, nicht müde.

Nutze statisches Dehnen nicht als gesamte Pre-Match-Routine. Eine Übersicht von 2024 fand kleine akute Kraftverluste in isolierten Kraftkontexten, besonders bei längeren Dehndauern, aber keine Grundlage für ein pauschales Verbot in allen Warm-ups. Quelle: Journal of Sport and Health Science.

Ignoriere das erste klare Signal nicht. Eine leichtere Einheit ist günstiger als mehrere Wochen ohne Court.

Praktische Progression

Mach für die nächsten drei Sessions nur die Pre-Match-Routine. Wenn sie automatisch läuft, füge den Spaziergang nach dem Match und zwei Dehnungen hinzu. Nach zwei Wochen kommt eine Krafteinheit an einem spielfreien Tag dazu. Bei guter Erholung gehst du auf zwei Einheiten.

Häufige Fragen

Nutze eine kurze dynamische Routine: Schulter-CARs, Wall Slides, Band Pull-aparts, langsame Kniebeugen, seitliche Ausfallschritte und gehende Knee Hugs. Sie dauert etwa 8 bis 10 Minuten und soll kontrolliert wirken, nicht ermüdend.

Vor dem Spiel ist dynamische Mobilität die bessere Basis. Längere statische Dehnpositionen passen eher nach dem Match oder in eine separate Beweglichkeitseinheit, weil langes statisches Dehnen in manchen Kontexten die Maximalkraft kurzfristig senken kann.

Versuche nicht, Schmerz zu übergehen. Reduziere die Intensität, verkürze die Reichweite, vermeide wiederholte Overheads bei gereizter Schulter und stoppe bei stechendem Schmerz, Schwellung oder veränderter Bewegung.

Ja. Ein zu schwerer oder kopflastiger Schläger kann die Schulter stärker belasten, und Laufschuhe oder instabile Court-Schuhe machen laterale Stopps für die Knie schwieriger. Ausrüstung ist Teil der Belastungssteuerung.